Seit der Finanzkrise sind in Deutschland freie Jobs sehr gefragt. Durch die vielen Schreckensnachrichten seit der Pleite der viertgrößten amerikanischen Investment-Bank Lehman Brothers sind besonders Einsteiger in die Berufswelt wie Studenten verunsichert worden. Denn Nebenjobs sind rar geworden: Viele Firmen sind gezwungen, zu sparen und Stellen abzubauen. Dabei fallen natürlich zuerst die kleineren Jobs weg, die schnell durch eigene Mitarbeiter zu ersetzen sind. So trifft es vor allem Schüler oder Studenten, die mit ihrem Einkommen ihr Studium finanzieren.
Doch nicht nur die Nebenjobs sind durch die Finanzkrise betroffen, auch die Kredite für Miete oder Studiengebühren steigen. Bei der bundeseigenen KfW-Bankengruppe stieg der Zinssatz beispielsweise in den zwei Jahren seit Start der Studienkredite um 1,4 Prozent auf 6,5 Prozent. Für Studierende bedeutet das einige Tausend Euro mehr Schulden, mit denen sie später ins Berufsleben starten. Durch die gehobenen Studiengebühren ist auf eine Kreditaufnahme ohne Nebeneinkunft aber nicht mehr zu verzichten, wodurch viele ohne Kredit nicht studieren können und so auf das Geld von den Banken angewiesen sind. Dass die Kredite der Banken allerdings zu unsicher sind, hat sich durch die Finanzkrise wiederum gezeigt. So hat sich ein 5 Jahre laufendes Studentendarlehen seit dem April 2006 bereits um 4500 Euro verteuert. Trotz aller Warnungen, den Kredit nur als letzten Ausweg zu beantragen, werden Studenten also durch die gesamte wirtschaftliche Lage zur Aufnahme gezwungen.